Neurowissenschaften

Die Logistik der Boten-RNA in den Nervenzellen

Wie Proteine innerhalb einer Zelle verteilt sind, ist entscheidend für deren Funktion. Das gilt besonders für Neuronen. Es beeinflusst die Entwicklung der Nervenzellen und sogar Lernen und Gedächtnis. Ein Team um Marina Chekulaeva hat erstmals systematisch analysiert, wie es zu der Lokalisierung kommt. Ihre Studie erschien in Nature Communications.

Protein im Gehirn verknüpft Gewicht, Stoffwechsel und Körperaktivität

Viele Übergewichtige stecken in einem Teufelskreis, der sie immer weiter zunehmen lässt. Dazu könnte auch ein Protein namens Cadm1 beitragen, fand ein Forschungsteam am MDC nun heraus. Wird es gestört, verändern sich Körpergewicht, Verhalten und Stoffwechsel. Matthew Poy und sein Team stellte diese Ergebnisse nun in Nature Neuroscience vor.

Ringförmige RNA kann Hirnfunktionen beeinflussen.

Ringförmige RNA ist für Gehirnfunktion wichtig

Wissenschaftliche Untersuchungen haben erstmals gezeigt, dass ringförmige RNA Hirnfunktionen beeinflussen kann. Wenn ein RNA-Molekül namens Cdr1as aus dem Erbgut von Mäusen gelöscht wird, versagt der Reizfilter in ihrem Gehirn – ähnlich wie bei Patienten, die psychiatrische Leiden haben.

Wie sich Mäusebabys den Schutz der Mutter sichern

Neugeborene Mäuse ziehen durch Lautäußerungen die Aufmerksamkeit ihrer Mutter auf sich. Dazu sind sie allerdings nur in der Lage, wenn sie gleichzeitig kräftig ausatmen und die Kehlkopfmuskeln anspannen können. Dies wird über bestimmte Nervenzellen in ihrem Hirnstamm koordiniert. Ohne diese Nervenzellen sind sie stumm. Über diese Ergebnisse berichtet ein Forschungsteam des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Ähnliche Verschaltungen im Gehirn könnten für das Schreien von menschlichen Neugeborenen verantwortlich oder bei Sprachstörungen verändert sein.