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Mit Antisense Herpesinfektionen verstehen

Das Forschungsteam von Prof. Markus Landthaler am MDC hat gemeinsam mit Kooperationspartnern entdeckt, dass ein Herpesvirus die Produktion von mehr als 1.000 „Antisense“-Transkriptionen in infizierten Zellen auslöst. Dies weist auf einen bisher unbekannten Mechanismus hin, der es Viren ermöglicht, die zelluläre Abwehr außer Gefecht zu setzen.

Die Logistik der Boten-RNA in den Nervenzellen

Wie Proteine innerhalb einer Zelle verteilt sind, ist entscheidend für deren Funktion. Das gilt besonders für Neuronen. Es beeinflusst die Entwicklung der Nervenzellen und sogar Lernen und Gedächtnis. Ein Team um Marina Chekulaeva hat erstmals systematisch analysiert, wie es zu der Lokalisierung kommt. Ihre Studie erschien in Nature Communications.

HEIBRiDS – neue Graduiertenschule im Bereich Data Science

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin ist eines von sechs Helmholtz-Zentren, die zusammen mit der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Einstein Center Digital Future und den Berliner Universitäten in Berlin eine neue Doktorandenausbildung im Bereich Data Science aufbauen. Die internationale Graduiertenschule HEIBRiDS erhält sechs Millionen Euro.

Mit Barcodes die Zellentwicklung verfolgen

Für manche Anwendungen – etwa in der Entwicklungsbiologie – darf das Erbgut bei der Entschlüsselung nicht erst in winzige Stücke zerhackt werden. Vielmehr sind lange Leselängen von mehreren Tausend Basen nötig. Ein aktuelles Nature-Paper zeigt, was mit dem PacBio-Sequenzierer der Genomics-Technologieplattform am MDC möglich ist.

Ringförmige RNA kann Hirnfunktionen beeinflussen.

Ringförmige RNA ist für Gehirnfunktion wichtig

Wissenschaftliche Untersuchungen haben erstmals gezeigt, dass ringförmige RNA Hirnfunktionen beeinflussen kann. Wenn ein RNA-Molekül namens Cdr1as aus dem Erbgut von Mäusen gelöscht wird, versagt der Reizfilter in ihrem Gehirn – ähnlich wie bei Patienten, die psychiatrische Leiden haben.