Aus dem Labor auf den Markt: Helmholtz fördert sieben Innovationsprojekte

Die Erkenntnisse der Forschung in marktfähige Anwendungen zu bringen, ist ein wichtiger Schritt zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert deshalb mit dem Helmholtz-Validierungsfonds (HFV) Projekte, die in dieser Hinsicht besonders vielversprechend sind.

In den beiden diesjährigen Ausschreibungsrunden wurden zusammen sieben Projekte ausgewählt. Diese Vorhaben werden bis 2019 mit insgesamt 9,1 Millionen Euro unterstützt. „Mit dem Helmholtz-Validierungsfonds geben wir unseren Forscherinnen und Forschern wichtige Unterstützung, um Ergebnisse ihrer Arbeit bis zur Marktreife voranzutreiben“, sagt Otmar Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Unter den sieben aktuellen Förderprojekten ist auch eines des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin. Armin Rehm und Uta Höpken wollen ein Gen-Therapeutikum für die bislang unheilbare Blutkrebserkrankung Multiples Myelom sowie für reifzellige B-Zell Non-Hodgkin-Lymphome entwickeln und verwenden dafür die CAR-T-Zell-Therapie. Sie entnehmen Patienten T-Zellen und versehen diese mit einem künstlichen Immunrezeptor, dem chimären Antigen-Rezeptor (CAR). Die Patienten erhalten die modifizierten Immunzellen anschließend zurück. Mit Hilfe des Rezeptors erkennen die therapeutischen T-Zellen nun bestimmte Merkmale (Krebs-Antigene) auf der Oberfläche von Tumorzellen und töten diese. Damit soll der Blutkrebs zurückgedrängt und geheilt werden.

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Beitragsbild: T-Zellen greifen eine Krebszelle an. Bild: Alex Ritter, Jennifer Lippincott Schwartz and Gillian Griffiths, National Institutes of Health, CC-BY-NC.

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